Da bei vielen Deutschen die Sicherung ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse
ein wichtiger Punkt ist, wird auch die Tänzerin letztendlich ihre Sachen
packen und gehen, wenn ihre Ausreise genehmigt ist. Anders ist die Situation
der deutschen Kirche in Siebenbürgen. Natürlich schrumpfen auch
die Kirchenge-meinden im Land. Trotzdem haben die Kirchenmänner noch
eine Aufgabe, solange es noch Deutsche in Siebenbürgen gibt. In dieser
Situation sind sie oft die letzte Anlaufstelle für die Sachsen. Aber
diese Kirchenmänner sind sich ihrer Lage voll bewußt. Sie werden
die letzten sein, die gehen.
"Der Letzte macht die Türe zu."
Dazu gibt es eine bezeichnende Geschichte. Bei einem Besuch beim Bischof Klein
im Bischofssitz in Hermannstadt sahen wir uns gemeinsam die Galerie mit den
Portraits aller Bischöfe Siebenbürgens an. Dort hingen sie alle,
vom ersten bis zu letzten. Und wie in der sixtinischen Kapelle in Rom, wo
die Portraits der Päpste hängen, wird auch in dieser Galerie der
Platz knapp. Eigentlich ist der Platz äußerst knapp bemessen, denn
es ist nur noch Platz für ein Portrait; das ist das Portrait des aktuellen
Bischofs Klein. Und wirklich ist mit diesem letzten Portrait das Ende eingeläutet,
der Bischof ist sich klar darüber,
