Jahre
hat sich das Land an vielen Stellen stark gewandelt. Zwar gibt es immer wieder
Oasen und Landstriche, in denen die Zeit stillzustehen scheint, doch andererseits
gibt es viele Narben in der Landschaft des vorher sehr idyllischen Siebenbürgens.
In viele deutsche Gemeinden kam der sozialistische Plattensiedlungsbau.
Nicht im Laufe der Zeit dazugewachsen, sondern wie mit der Faust in die Landschaft
hereingeschlagen.
Aber auch die Landschaft wurde durch rücksichtslos in die Gegend gesetzte
Industriebauten und deren Emissionen verändert.
Exemplarisch hierfür steht Klein-Kopisch, ein früher deutsches Dorf,
jetzt die größte Dreckschleuder in Rumänien. Das ostdeutsche
Bitterfeld nimmt sich sauber aus gegen diese Anlage. Hier wurde Ruß hergestellt,
der ein teures und gefragtes Ausgangsprodukt der chemischen Industrie ist. Nur
wurden in dieser Anlage unfachmännisch und ohne Rücksicht auf Umwelt
und Einwohner Altlasten verfeuert, um den wertvollen Ruß herzustellen.
Dioxine, giftiger Säureregen und vieles andere führten zur Erkrankung
der meisten Einwohner. Wie ein schwarzes Leichentuch legte sich der in Regenrschauern
gebundene, giftige Dunst über alles.
Diese
Tätigkeit war nicht nur ein ehrenvolles Amt, sie war seine Aufgabe. Er
hielt die Kirche in Schuß, organisierte, ging dem Pfarrer zur Hand. Nun
findet in der arg zusammengeschrumpften Gemeinde aus Alten nur noch ein ambulanter
Gottesdienst im Gemeindehaus statt, mit einem Pfarrer aus einer anderen Gemeinde;
die Kirche bleibt leer.

Aber nicht nur durch die starken Verschiebungen im Sozialgefüge wurde den
Sachsen das Land ihrer Väter so fremd und unverständlich. Durch die
zwar nötige, aber plan- und rücksichtslos vorgenommene Industrialisierung
der siebziger